Ein Reihenhaus energetisch sanieren: Das sollten Sie wissen

Dass eine energetische Sanierung den Energieverbrauch und damit auch die Energiekosten drastisch senken kann, ist bekannt. Gleichzeitig werden durch die Maßnahme aber auch der Wert der Immobilie und die Wohnqualität gesteigert. Außerdem leisten Eigentümer damit einen nicht unerheblichen Beitrag zum Klimaschutz. Es sprechen also viele gute Gründe dafür: auch bei einem Reihenhaus. Doch was müssen Sie eigentlich beachten, wenn Sie Ihr Reihenhaus energetisch sanieren wollen, was kommt auf Sie zu und womit müssen Sie rechnen?

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Was ist überhaupt eine energetische Sanierung im Reihenhaus?

Eine umfassende energetische Sanierung umfasst mehrere Einzelmaßnahmen, die oft zu einem großen Projekt verschmelzen. Dabei ist es unerheblich, ob sich Ihr Reihenhaus in der Mitte oder ganz am Ende der Gebäudekette befindet. Möglicherweise sind für Sie nicht alle Einzelmaßnahmen relevant, weil Sie sich vielleicht in den letzten Jahren schon um eine Teilsanierung gekümmert haben oder der frisch erworbene Altbau vom letzten Eigentümer bereits in einem gewissen Umfang auf einen modernen Stand gebracht wurde. Prinzipiell beinhaltet eine vollständige energetische Sanierung eines Reihenhauses aber folgende Aspekte:

Außentüren und Fenster

Auch Fenster und Türen nutzen sich mit der Zeit ab und werden undicht. Sie oder Ihre Mieter heizen dann sprichwörtlich zum Fenster hinaus. Die Elemente schließen in diesem Fall vielleicht nicht mehr vollständig, weil sie sich verzogen haben oder die Dichtungen porös wurden. Dann dringen Zugluft und Feuchtigkeit ein. Oft sind sie technisch und im Hinblick auf die Wärmedämmung auch einfach nicht mehr auf dem heutigen Stand. Darum werden alte Außentüren und Fenster im Rahmen einer Sanierung durch moderne und effiziente Elemente ersetzt. Das Ergebnis: Sie sparen jede Menge Heizkosten ein und gewinnen an Wohnkomfort, weil es nicht mehr unangenehm “zieht”. Positiver Nebeneffekt: Eine wärmegedämmte Dreifachverglasung ist ein optimaler Schallschutz und schützt Sie effektiv vor Lärm. Hilfreich kann auch die zusätzliche Anbringung von außen liegenden Wärmeschutzelementen wie zum Beispiel Rollläden sein: für ein angenehmes Raumklima auch bei tropischen Temperaturen.

Die Wärmedämmung

Ein ganz wichtiger Bereich ist die Wärmedämmung. Die bezieht sich aber nicht nur auf die Außenwände beziehungsweise Fassade, sondern auch auf das Dach und die Kellerdecke. Bis zu 20 Prozent der Heizenergie können allein über ein schlecht gedämmtes Dach entweichen. Das sind über die Jahre gesehen enorm hohe Kosten. Gleichzeitig verhindert eine moderne Dämmung, dass sich Feuchtigkeit an den Wänden niederschlägt, was früher oder später unweigerlich zu Schimmel führt.

Die Heizung

In der Regel muss auch die Heizungsanlage erneuert werden. Beispielsweise dann, wenn sich im Reihenhaus noch eine alte Öl- oder Gasheizung befindet. Hier empfehlen sich dann zeitgemäße Lösungen wie zum Beispiel eine Brennwerttherme oder eine Wärmepumpe. Eine Brennwerttherme ist in der Regel etwas günstiger in der Anschaffung und auch geräuschärmer als eine Wärmepumpe. Aber: Wer sich auf längere Sicht die Betriebskosten anschaut, merkt schnell, dass auch die Wärmepumpe durchaus lukrativ sein kann, denn die niedrigen Stromkosten machen sich nur wenig bemerkbar. Dennoch entscheiden sich bei der energetischen Sanierung eines in die Jahre gekommenen Reihenhauses viele Hausbesitzer für eine Brennwerttherme. Letztendlich ist es aber immer eine individuelle Entscheidung.

 

Die Lüftungsanlage

Der Einbau oder der Austausch einer Lüftungsanlage verringert die Bildung von Feuchtigkeit und beugt somit der Geruchs- und Schimmelbildung vor. Sie steigern mit ihr ganz erheblich die Luftqualität, denn die Anlage sorgt für einen ständigen Austausch der Luft, wodurch Allergene, aber auch Schadstoffe abgeführt werden und im Gegenzug eine frische und gefilterte Luft zugeführt wird. Insgesamt verbessert sich dadurch maßgeblich das Raumklima: Sie fühlen sich in Ihren heimischen vier Wänden viel wohler. Wer sich für eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung entscheidet, spart zusätzlich jede Menge Heizkosten. Diese Systeme nutzen nämlich eine großen Teil der in der Abluft enthaltenen Wärme, um die frische Zuluft auf Temperatur zu bringen.

 

Photovoltaik

Ergänzend zu all diesen Maßnahmen kann auch in einem Reihenhaus der Einbau einer Photovoltaik-Anlage sinnvoll sein, da diese Systeme Sonnenenergie in Strom umwandeln. Produziert die Anlage manchmal mehr Strom, als Sie für Ihr Reihenhaus benötigen, haben Sie die Möglichkeit, den Überschuss in das öffentliche Stromnetz einzuspeisen. In diesem Fall erhalten Sie von Ihrem Netzbetreiber eine Einspeisevergütung. Die ist allerdings seit einem Gesetzesbeschluss in der letzten Zeit kontinuierlich gesunken. Zudem muss man bedenken, dass das Platzangebot bei Reihenhäusern nicht immer vorhanden ist. Die Dachflächen sind nämlich oft begrenzt, so dass eine Installation nicht ganz einfach ist. Außerdem müssen vorgeschriebene Abstände zum Nachbar-Reihenhaus eingehalten werden, was ebenfalls nicht in jedem Fall möglich ist. Wie groß dieser Abstand sein muss, hängt von den Vorschriften des jeweiligen Bundeslandes ab. Auch hier handelt es sich also um eine Einzelfallentscheidung, und man sollte sich vorab gut informieren.

Wie gehe ich vor, wenn ich mein Reihenhaus energetisch sanieren will?

Eine durchdachte Planung und Vorbereitung ist bei einer zukunftsorientierten Sanierung natürlich das A und O. Betrachten Sie Ihr Reihenhaus dabei immer ganzheitlich und bedenken Sie, dass die Kombination von mehreren Maßnahmen in vielen Fällen effektiver und zielführender ist, da sie langfristig zu höheren Energieeinsparungen führt. Eine allgemeingültige Empfehlung, die für jedes Reihenhaus gilt, kann es jedoch nicht geben. Sinnvoll ist es aber, einen unabhängigen Energieberater hinzuzuziehen. Er bewertet den jetzigen Ist-Zustand und untersucht Ihr Reihenhaus auf Einsparpotenziale, indem er vorhandene Schwachstellen aufdeckt und analysiert. Als Spezialist mit einem umfangreichen Know-how, das stets auf dem aktuellsten Stand ist, unterstützt er Sie dabei, bestmögliche Entscheidungen bei der energetischen Sanierung zu treffen. Dabei bezieht er sämtliche Teile des Gebäudes in seine Überlegungen ein: das Dach, die Wände und die Fenster, aber auch die Heizung und die Lüftung. Da ein zertifizierter Energieberater stets unabhängig agiert, ist er weder an bestimmte Technologien noch an einzelne Hersteller gebunden. Das heißt, er empfiehlt Ihnen nicht die Maßnahmen, die am meisten Geld bringen, sondern nur solche, die tatsächlich sinnvoll sind und Ihnen das größte Einsparpotenzial bieten. Wenn er für Sie einen individuellen Sanierungsfahrplan (iSFP) erstellt, lohnt sich das für Sie zudem gleich doppelt, denn die Kosten für den Plan werden durch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) staatlich gefördert.

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Was kostet mich die energetische Sanierung meines Reihenhauses?

Auch hier kann es keine pauschale Antwort geben, denn die Kosten variieren je nach Art und Aufwand der Maßnahmen. Sie können 5000, aber auch 50.000 Euro betragen. Natürlich ist die Investition erst einmal hoch, und so mancher Reihenhausbesitzer verzichtet aus Kostengründen auf eine Sanierung. Man muss aber bedenken, dass sich die Investition auf längere Sicht immer auszahlt. Sie profitieren nicht nur von langfristigen Einsparungen bei den Energiekosten, sondern tragen auch mindestens zum Werterhalt, oft aber auch zur Wertsteigerung des Gebäudes bei. Zudem müssen Sie die Finanzierung nicht komplett alleine stemmen, denn attraktive Förderprogramme helfen Ihnen dabei. Das ist auch 2025, nach dem Regierungswechsel, noch der Fall. Die Mittel stehen Ihnen für einzelne Sanierungsmaßnahmen, aber auch für eine Komplettsanierung des Reihenhauses zur Verfügung, und müssen individuell beantragt werden. Für Einzelmaßnahmen an der Gebäudehülle kommt beispielsweise grundsätzlich eine BAFA-Förderung infrage, für eine Komplettsanierung ist die KfW zuständig, sie kann zinsvergünstigte Kredite mit Tilgungszuschüssen vergeben. Auch um die Förderung Ihrer neuen Heizungsanlage kümmert sich die KfW. Eine Grundvoraussetzung ist in allen Fällen jedoch, dass die Maßnahmen vorgeschriebene technische Mindestanforderungen erfüllen und von Fachleuten durchgeführt werden.

Fazit

Das Reihenhaus energetisch zu sanieren, lohnt sich fast immer.

Wichtig ist, dass Sie sich umfassend und kompetent beraten lassen und die Förderungsprogramme in Anspruch nehmen. Dann halten sich die Kosten in Grenzen, und Sie können von den Maßnahmen nur profitieren